Daniel Prandl

"The Hero's Journey" - EPK

programmatic jazz -
das neue Album THE HERO'S JOURNEY von Daniel Prandl

 Vielleicht ist Joseph Campbell's "Der Heros in tausend Gestalten" eines der einflussreichsten Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Idee des Monomythos, die dort erläutert wird, hat ihren Weg unter anderen zu Autoren, Psychologen, Werbern und Designern gefunden und entfaltet so auf der ganzen Welt ihre Wirkung. Dabei ist die Reise des Helden, die in Literatur und Film von der Antike bis zur Gegenwart zu finden ist und bei der der Held ein immer gleiches Schema von Situationen durchlaufen muss, keine Erfindung Campbells. Vielmehr handelt es sich um eine Wahrnehmung:

Denn die Mythen sind keine abstrakten Theorien oder seltsame Zeugnisse längst vergangener Zeiten, sondern Modelle für ein gelungenes Leben. Es geht darum, sich zu überwinden, mutig zu sein und somit als neuer Mensch aus der Geschichte herauszutreten - auf dem Weg zu einer neuen Reise. Hierbei geht es also nicht vorwiegend um die Bekämpfung von Drachen, sondern auch um die alltäglichen Abenteuer, die ein jeder von uns bestreiten muss. Die Heldenreise stellt ein grundlegendes Prinzip dar, das für das Leben und die Welt des Geschichtenerzählens ebenso gültig ist wie die Gesetze der Naturwissenschaft für die physische Welt.

Bereits beim ersten Album "Fables & Fiction" waren literarische Motive Quelle der Inspiration. Jetzt findet diese Arbeit ihre logische Fortsetzung in "The Hero's Journey". Es handelt sich nun nicht mehr um "kleine Reisen" aus den verschiedensten literarischen Welten, sondern um einen zwölfteiligen Zyklus, der die Heldenreise nach Joseph Campbell musikalisch nachvollzieht - Programmmusik im besten Wortsinn, die sich freilich speist aus den Klangbibliotheken des zeitgenössischen Jazz.

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"Fables & Fiction" - EPK

poetic piano jazz -
FABLES & FICTION von Daniel Prandl

Gute Geschichten brauchen keine Worte, manchmal ist die Musik der beste Geschichtenerzähler. Zusammen mit seinen drei Mitstreitern Wolfgang Fuhr (Saxofone), Axel Kühn (Bass) und Kristof Körner (Schlagzeug) hat der Mannheimer Pianist neun Stücke eingespielt, die von Figuren, Geschichten und Legenden aus Literatur und Mythologie inspiriert sind.

Schriftsteller wie Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler oder Franz Kafka standen dabei Pate. Wobei es Prandl bei seinen Eigenkompositionen nicht darum geht, die Literatur eins zu eins in der Musik zu spiegeln – das wäre einem wie ihm viel zu wenig. Das geschriebene Wort dient dem Jazzmusiker lediglich als Zündfunken: „Man sollte es sich nicht so konkret vorstellen: so, jetzt lese ich ein Gedicht von Gottfried Benn und dann entsteht ein Stück.“ Prandls Modern Jazz lebt von einer verspielten Schlichtheit, er tänzelt, groovt, swingt oder schleicht: manchmal wechseln die Klang-Charaktere (wie in den literarischen Vorlagen) binnen kürzester Zeit…

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